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“Im gleichen Augenblick gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand in dem königlichen Saal. Und der König erblickte die Hand, die da schrieb. "Mene mene tekel u-pharsin man hat Dich gewogen und zu leicht befunden!”

“Menetekel!"* gilt der Warnruf auch für Fürth?

Schriften an der Wand?
Graffitis?
2007?

Und doch: Sie schreien uns noch heute an, sie belästigen uns, wenn wir Straßen mit alten Häusern entlanggehen, stumpfen uns ab.

Kennen wir die
Bedeutung der geheimnisvollen Schriften in Augenhöhe, an Hauseingängen, über Kellerfenstern? Lesen - beachten wir sie?
Wer tat's dann?
Und wann?
Warum?

Plakat_quadrat02

Ab dem 1. September 1939 ** galt der Warnruf “Menetekel" auch den Fürthern!
An diesem Tag wurde in der Blumenstraße 5 einer der ersten öffentlichen Luftschutzräume in einem alten Felsenkeller eingeweiht.
Buchstaben an den Wänden: Abkürzungen und ganze Botschaften haben sich über 60 Jahre lang erhalten als (vergessene und ungeschützte) Mahnmale gegen den Krieg.
Denkmäler mit der Mahnung:
 “Nie wieder Krieg!
"

*
Als Menetekel [mene'te:kal] bezeichnet man eine unheilverkündende Warnung, einen ernsten Mahnruf oder ein Vorzeichen drohenden Unheils.

**
1. Sept. 1939: Überfall auf Polen, Beginn des zweiten Weltkrieges


ausstellungsflyer (pdf)

zu den
photographien der “geheimnisvolle zeichen”

erklärung der abkürzungen an den hauswänden

rundgang durch die ausstellung im friedrich-ebert-bunker, fürth (23.09.2007)

ausstellungskatalog erwerben

wer hat`s gemacht?
die ausstellung wurde initiiert vom amt für brand- und katastrophenschutz fürth,
petra wein.
sämtliche texte der ausstellung stammen von der fürther historikerin
renate trautwein.

die photographien entstanden 2007 im rahmen des 1000-jährigen stadtjubiläums der stadt fürth zum höfefest und zum tag der offenen tür.